Heimatverein Eisern

Herzlich willkommen im

1955:
Die Wiederbelebung des Heimatvereins scheint durch den frühen Tod des nicht einmal 60- jährigen Lehrers Müller zunächst beendet zu sein.

 1956:
Zum Fronleichnamstag (9. Juni) laden der aus Eisern stammende Kreiskulturbaumeister Otto Marx und Walter Stark zu einer vogelkundlichen Wanderung an der Eisernhardt ein. In einer anschliessenden Besprechung im Obstgartzen wählt man nach einer Ansprache des Bürgermeisters Wilhelm Danzenbächer einen zehnköpfigen Vorstand mit Walter Hoffmann als Vorsitzenden, Werner Neef als Schriftführer und Hermann Reusch als Kassenwart für den erneut ins Leben gerufenen Heimatverein.
Als erste gemeinsame Arbeit wird der „Lindenplatz" am „Heddepeadche" (heute Schulstrasse) hergerichtet. Die Zahl der Ruhebänke steigt auf 47, dazu werden weitere Papierkörbe beschafft. Der Verein setzt sich erfolgreich für den Erhalt der am 16. Juni 1913 gepflanzten „Kaiserlinde" ein, die neuen Strassenbauplänen zum Opfer fallen sollte.

 1957:
Am 1. Mai wird der vom Heimatverein in Auftrag gegebene Wegweiser an der „Faulen Birke" eingeweiht. Der mit zahlreichen Holzfiguren verzierte Wegweiser wurde von dem Burbacher Bildhauer Willy Reifferscheidt gefertigt. Zur Einweihung kann der Heimatverein u.a. den 95- jährigen Eiserner Ehrenbürger Jakob Henrich, sowie den Heimatfreund Dr. Lothar Irle begrüssen.
In diesem Jahr legt Walter Hoffmann den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen nieder. Sein Nachfolger wird Günther Plaum.

 1958:
Bevor der Heimatverein eingetragener Verein wurde, gab es weder ein Mitgliederverzeichnis, noch einen Mitgliedsbeitrag. Vielmehr wurde ein Heimatgroschen von Eiserner Schülern eingesammelt. So steht im Jahresbericht 1958: „Jeder gehört zu uns, welcher heimatliche Interessen hat und sein Scherflein freiwillig beisteuert."

1959:
Das Vorstandsmitglied Adolf Müller wird im März um die Erstellung eines Eiserner Heimatbuches gebeten.

 1960:
Für das oben erwähnte Buch sammelt der Heimatverein Bilddokumente, darunter auch die von 112 Gefallenen und Vermissten des Ortes, sowie von Angehörigen der Heimatvertriebenen. Sie sollen im Heimatbuch, sowie auf einer Ehrentafel einen gebührenden Platz finden.

 1962:
Der Heimatverein stellt zur Erinnerung an die Eisentradition des Dorfes zwei mit Erz beladene Grubenwagen vor der neu errichteten „Glück- Auf- Grundschule" in der Bitze auf.

 1964:
Im Oktober feiert Eisern sein 675- jähriges Ortsjubiläum. Aus diesem Anlass richtet der Heimatverein den Siegerländer Heimattag aus.

1966:
Ende des Jahres erscheint endlich das erste Eiserner Heimatbuch „Eisern auf Erz und Eisen". Das Buch gilt als einer der Pluspunkte bei der Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden", an dem der Ort auf Initiative des Heimatvereins wiederholt erfolgreich teilgenommen hat.

 1967:
Nachdem bereits einmal die Bronzemedaille auf Landesebene errungen wurde, wird Eisern in der Gruppe der wiederholt teilnehmenden Gemeinden in diesem Dorfwettbewerb Kreissieger.

 1969:
Am 1. August nimmt der Heimatverein die Silbermedaille im Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden" für den Stadtteil Eisern der Stadt Eiserfeld in Brilon entgegen.
Am 28. August besichtigt der Kulturausschuss der Stadt Eiserfeld das Gelbersche Haus in der Peeke, um dieses schöne Fachwerkhaus zur Nutzung als Heimatstube oder Heimatmuseum anzumieten. Dieses Projekt kommt jedoch nicht zu Stande. Mitte Oktober richtet der Heimatverein zum wiederholten Male den Heimatgebietstag des Kreises Siegen in Eisern aus.

 1971:
Auch in diesem Jahr beteiligt sich Eisern wieder am Kreiswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden". Die Bemühungen werden mit einem zweiten Platz belohnt.

 1974:
In einer Ratssitzung am 20. März schlägt Gerhard Roth vor, die frühere Kapelle (Alte Schule) als Heimatstube zu nutzen.

 1977:
Am 1. Dezember erfolgt die offizielle Vereinsgründung des Heimatvereins in der Kanzlei des Rechtsanwaltes Arthur Weiss in Siegen mit dem Antrag auf Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Siegen. Hierzu wird die neue Satzung des Vereins mit den Unterschriften der Vorstandsmitglieder Günther Plaum, Alfred Graf, Walter Daub, Erich Müller, Adolf Müller, Alfred Eckhardt und Erwin Hammel eingereicht.
1978: Der Heimatverein begeht das 50- jährige Bestehen mit der Ausrichtung des ersten Siegerländer- Wittgensteiner Heimattages, der nach dem Zusammenschluss der beiden Kreisgebiete Siegen und Wittgenstein erstmalig durchgeführt wird. Mehr als 400 Teilnehmer werden mit einer zünftigen Siegerländer Kaffeetafel durch den Heimatverein bewirtet und u.a. durch den GV „Eintracht" 1853 Eisern unterhalten. Nunmehr unterhält der Heimatverein 80 Ruhebänke, 250 Nistkästen, Blumenkästen und eine umfangreiche Bildersammlung.

 1979:
Unterstützt von einer grossen Zahl der Eiserner Bevölkerung werden die Bemühungen vorangetrieben, die Alte Schule in ein Heimatmuseum umzuwandeln. Die Alternative wäre der Abriss und die Erstellung von Parkplätzen auf dem Areal gewesen.

1980:
Mit Unterstützung der Stadt Siegen und des Amtes für Denkmalschutz wird mit der Vorbereitung für die Umbauarbeiten begonnen. Bei der Räumung des Gebäudes finden sich u.a. sämtliche Akten der ehemaligen Gemeinde Eisern. Diese werden seitdem im Stadtarchiv Siegen aufbewahrt.